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Wie einem das Bewusste bewusst gemacht wird

Die zweite Woche ist schon zur Hälfte vorbei und wir haben heute Mittag im Team vegetarisch gegessen. Wie ernst wir das Thema nehmen? Sehr ernst. So ernst, dass sich die Diskussionen am Mittagstisch auch ausschliesslich um Essen, Saisonalität und bewussten Konsum drehen. Wann hat eine Avocado Saison? Wieviel Fleisch sollte man essen und wer wäre für eine Fleischsteuer? Was machen unsere Team-Vegis und Veganer, wenn sie mit Kunden essen gehen? Wie bewusst konsumieren wir eigentlich?

Die Aktion bringt uns dazu, uns viele Gedanken zu unserer Ernährung und unserem Alltag zu machen. Ich persönlich behaupte, dass ich mich bewusst ernähre und sehr viel bewege. Die WWF App habe (und benutze) ich seit langem, ein Gemüse-Abo versorgt mich mit regionalem und saisonalem Gemüse und auch sonstige Lebensmittel brauchen irgend ein Label um mich zu überzeugen und in meinem Einkaufskorb zu landen. Das bedeutet nicht, dass ich nie sündige, sondern einfach, dass ich mir meist auch bewusst bin, wenn ich es tue. Aber trotzdem: wenn ich angebe, dass ich an 6 von 7 Tagen kein Fleisch essen will, und mich dann am Apéro erwische, wie ich unbewusst doch zum Aufschnitt greife, dann führt das nicht nur dazu, dass ich zähneknirschend auf der App mein Wochenziel anpassen muss. Es zeigt mir auch, dass man sich teilweise den eigenen Konsum vielleicht auch etwas gar schön redet und macht einem das Bewusst-Geglaubte doch noch etwas bewusster.