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Die Wegwerfgesellschaft

Überfluss und Verschwendung prägen die modernen Gesellschaften unserer Zeit. Kein Wunder fällt dabei des Öfteren der plakative Begriff „Wegwerfgesellschaft“. Wie schlimm steht es in dieser Hinsicht um die Schweiz? Und kann man überhaupt etwas dagegen tun?

 

Situation in der Schweiz

Die Entwicklung ist klar und geht seit Jahrzehnten in ein und dieselbe Richtung. Alleine von 1970 bis 2014, gerade einmal 34 Jahre, hat sich die Abfallmenge aus Siedlungen von 2 Millionen Tonnen auf 6 Millionen Tonnen verdreifacht.[1]

Uns alle stellt eine solche Zunahme von Abfallbergen vor eine grosse Herausforderung. Neben der energieintensiven Wiederverwertung der Stoffe (Recycling), wird fast die Hälfte aller Siedlungsabfälle in grossen Kehrichtverbrennungsanlagen verbrannt. Diese sind meist hocheffizient und modern, aber trotzdem fallen auch bei solchen Wunderwerken eine Vielzahl an Emissionen an.[2] Einerseits in Form von Flugasche, die Schwermetalle und Dioxine beinhaltet oder die Schlacke, die übrig bleibt und in Deponien gelagert werden muss. Die Schlacke gibt trotz sorgfältigster Deponierung Stoffe ab, welche versickern und ins Grundwasser gelangen.

Ein riesiger Apparat zur Vernichtung unseres Abfalls musste aufgebaut werden. Das geht jedoch nicht, ohne dass Luft und Wasser in Mitleidenschaft genommen werden. Der Schaden an Mensch und Natur ist schwer absehbar. Trotzdem braucht man kein Experte zu sein, um zu verstehen, dass sich trotz verbesserter Methoden eine Besserung nur einstellen kann, wenn eine einschneidende Veränderung stattfindet. Die aufgeführten Zahlen beschränken sich nämlich auf ein Jahr. Und so kumuliert sich Jahr für Jahr die Belastung, die auf uns einwirkt.

Nachhaltigkeit sieht anders aus. Also müssen wir wo anders ansetzen, um dem Problem Herr zu werden.

Meterhohe Abfallberge würden uns direkt vor Augen führen, was wir hier anrichten. Aber so bleibt der Schaden für die Meisten unsichtbar. Schadstoffe in Luft und Wasser sieht man nun mal nicht. Und was man nicht sieht, ist für viele nicht existent.

Wenn man nun den Abfallberg etwas genauer anschaut, fällt auf, dass die Zahlen auf den einzelnen Einwohner heruntergerechnet recht eindrücklich sind. Jährlich fallen auf jeden Schweizer Einwohner ca. 150 kg Altpapier, 16 kg elektrische und elektronische Geräte und 7kg an Textilien an. Ersteres wird zum Glück relativ gut wiederverwertet. Auch bei Altglas, PET, Blech und Aluminium zeigt die Schweiz ihre Stärken und darf sich in diesen Bereichen zu Recht als Recycling-Weltmeister bezeichnen.[3]  Trotzdem gibt es noch viel Luft nach oben. Bei gewöhnlichem Plastik oder Elektronik wären neue Recycling-Lösungen wünschenswert. 

Aber lassen wir den Gedanken der Wiederverwertung mal beiseite. 
Was führt eigentlich dazu, dass in der Schweiz jedes Jahr 131‘800 Tonnen an elektrischen und elektronischen Geräten weggeworfen werden? Weshalb haben wir jährlich einen 57‘500 Tonnen schweren Abfallberg aus Textilien?

Die einen werden dies damit begründen, dass die Elektronikindustrie sehr schnelllebig ist. Und auch in der Modeindustrie gibt es fast quartalsweise neue Trends. Muss es aber immer gleich das Neuste sein? Wäre eine Verhaltensweise nach dem Grundsatz „Qualität vor Quantität" ein zukunftsweisender Weg?

 

Eine Lösung für die optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen

Es gibt eine Vielzahl an Verkaufs-, Tausch- und Sharing-Plattformen. Alle haben dabei ihre Berechtigung und tragen zum Erreichen des Ziels bei, die Ressourcen möglichst optimal zu verteilen. Was ich in meinem Haushalt nicht brauchen kann, braucht ein anderer Haushalt gerade dringend. Statt dass der eine Haushalt den für ihn unnötigen Gegenstand wegwirft und der andere Haushalt ein nigelnagelneues Produkt kauft, sollte der Ausgleich direkt zwischen den beiden Privatpersonen stattfinden. Ganz ohne zusätzlichen Aufwand der Industrie.

Mit der Möglichkeit fast alles anbieten zu können, einer 100‘000 Mitglieder grossen Community und einem übersichtlich gegliederten Sortiment, sticht dabei www.exsila.ch aus der Masse. Kommerzgetriebene Unternehmen finden uns uninteressant, da jeder Tausch mit der virtuellen Währung „Exsila-Punkte“ vollzogen wird. Die Abwicklung ist kinderleicht, da der Übertrag der Exsila-Punkte direkt in den Mitgliedskonten beider Beteiligten erfolgt. Keine mühsame Banküberweisung oder Barzahlung. Das Exsila-Team übernimmt und garantiert den reibungslosen Verkehr der Exsila-Punkte von „Person A“ zu „Person B“.

Solche Komponenten schaffen ein familiäres Umfeld, bei dem nicht das Geld verdienen im Vordergrund steht. Wir sind eine Mikroökonomie, eine Parallel-Wirschaft. Und bei uns fühlt sich ein Tausch an wie „Ich mache jemandem eine Freude“ und nicht als „Ich verkaufe etwas gegen Geld“. Es ist ein ganz anderes Gefühl. Exsila bringt das Tauschen zurück ins 21. Jahrhundert.

Selbstverständlich möchte sich nicht jeder, trotz des Wissens über die schwierige Entwicklung, gleich völlig im Konsumverhalten verändern. Egal, welches Konsumverhalten und welche Prioritäten du hast, man kann immer an einem Schräubchen drehen.

Eine kleine Veränderung jedes Einzelnen schafft in der Summe einen riesigen Unterschied!

 

Beispiele von verschiedenen Konsumtypen und Optimierungsvorschläge

  • Der Enthusiast: Ein Technik-Freak möchte beispielsweise nicht auf das neuste iPhone, den leistungsstärksten Gamer-PC oder sonstige Innovationen verzichten. Das ist völlig legitim und niemand fordert von ihm, dass er sein Konsumverhalten zurückfahren soll. Wenn er sich nämlich die Zeit nimmt, den aus seiner Sicht alte Gegenstand wieder zurück in die Gesellschaft zu führen, kann man ein grosses Lob aussprechen. Bereits verarbeitete Ressourcen gehören wieder zurück in die Gesellschaft. Ob ein Monitor, Computerkomponenten oder sonstige Geräte. Sie sollten nicht gleich entsorgt werden, auch wenn dies die einfachste Variante ist.
  • Der Verschwender: Ein Anderer hat ein ungezügeltes Konsumverhalten und kauft viel & gerne. Auch er kann an einem Schräubchen drehen. Oft findet man gute Produkte, die bereits in Verwendung waren. Die Industrie muss nicht gleich neu produzieren, sondern bereits Erschaffenes wird einfach sinnvoll umverteilt. Deshalb lohnt es sich, immer erst nach gut erhaltenen Gebrauchtwaren umzuschauen.
  • Der Minimalist: Wieder ein anderer, möchte sein Leben vollständig umkrempeln. Er fühlt sich von der vollgestopften Wohnung erdrückt und möchte beschwingter und freien Geistes in die Zukunft gehen. Bevor man nun alles im nächsten Ökihof entsorgt, soll er seine Ausbeute unbedingt anderen zur Verfügung stellen. Was für den einen Abfall ist, kann für den anderen ein kleiner Schatz sein. Viele zeigen eine tiefe Dankbarkeit, wenn per Zufall etwas gefunden wird, dass man schon lange gesucht hat. Es lohnt sich also, sich Zeit zu nehmen, um Ungeliebtes auf einer Tauschplattform einem grösseren Publikum anzubieten.

 

Und so greift Zahnrad in Zahnrad. Ganz verschiedene Menschen mit ganz unterschiedlichem Konsumverhalten bewegen in ihrer Gesamtheit unglaublich viel. Als Resultat reduzieren sich unsere Abfallberge, wir nutzen die Ressourcen besser und sorgen in vielen Fällen noch für Glückgefühle bei einem anderen Menschen.

Deshalb, sei Teil der Bewegung! Verändere mit uns die Welt! Wir freuen uns, dich bei www.exsila.ch begrüssen zu dürfen. 
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Über den Autor

Tobias Baumgartner ist Kundendienstleiter der Exsila und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ und bemüht sich im Alltag entsprechende Impulse zu setzen. Seit 3 Jahren ernährt er sich vegan und kombiniert diese Ernährungsweise mit aktivem Training mit Gewichten. Der Einklang von Körper und Geist führt seiner Meinung nach zu einer gestärkten Neugierde, wie man sie auch bei Kindern und jungen Menschen erkennen kann. Diese soll lebenslang bewahrt und das Beschäftigen mit einer Vielzahl an Themen gefördert werden. Nur wenn man sich die Informationen in Eigeninitiative erarbeitet, kann man bewusst konsumieren und greift nicht zu schädlichen Lebensmitteln, zu in Kinderarbeit hergestellten Textilien oder Produkten hergestellt aus minderwertigen und unnatürlichen Substanzen.