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#RunForIt - Plogging bei Generali

Erschreckend. Das ist der Eindruck, der bei mir nach dem Plogging-Event von Generali heute bleibt. Unvorstellbar, wie rücksichtslos und sorglos wir scheinbar mit unserer Natur umgehen. Cola-Dosen, Plastiksäcke, Zigarettenstummel ... lieblos weggeworfen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass es möglicherweise hunderte oder sogar tausende von Jahren dauert, bis sich das Material zersetzt.

Eine Jogging-Runde mit dem Müllsack

Mit rund 20 Personen starteten wir mit Robert von Züri rännt bei unserem Office in Adliswil. Jede dieser 20 Personen war mit Handschuhen und einem Müllsack ausgestattet (und natürlich mit unserem coolen Running Shirt :-)). Alle waren wir motiviert und starteten gleich direkt vor unserer Haustüre: Zigarettenstummel noch und nöcher und zwar in den Sträuchern in unserem Eingangsbereich.
Weiter ging's durch das Quartier, Richtung Kläranlage und in den Wald. Wir joggten in gemütlichem Tempo und hielten unsere Augen weit geöffnet, um nicht an unserem Ziel vorbeizulaufen. Denn jedes Fetzchen Plastik hatte heute unsere volle Aufmerksamkeit.

Das Tempo konnten wir nicht halten, wie zu unseren regulären Lauf-Trainings am Freitag. Wir wären sonst an Vielem vorbei gelaufen. Es ist unvorstellbar, was zwischen dem welken Laub auf dem Boden alles hervorblitzt. Taschentücher, Glasscherben, Verpackungen von Schokoriegeln, Strohhalme, Cola-Dosen, Getränkeverpackungen - ganze Parties haben hier teilweise einfach ihren Müll fallen gelassen. Wir krabbelten unter das Gebüsch und robbten auf dem Boden, um mit unseren Fingerspitzen auch den versteckten Kaffeebecher unter den Sträuchen am Sportplatz zu erreichen. Voller Körpereinsatz! Sogar vor grossen Spinnennetzen machten wir nicht Halt und jedes bunte Etwas im Wald wurde aufgesammelt.

Gefüllte Säcke bei der Sammelstelle abgegeben

Fast alle von uns hatten einen gut gefüllten Müllsack, den wir anschliessend bei der Sammelstelle abgaben. Erschreckend und traurig. Respektlos gehen wir mit unserer Natur um. Dieses eine Plogging-Event macht nur einen kleinen Teil von dem aus, was wir tun könnten. Natürlich sehen wir es nicht als unsere Pflicht, den Müll anderer Menschen aufzusammeln. Aber wir sollten es als unsere Pflicht ansehen, erst gar keinen Müll auf der Strasse, im Wald und in der Natur zu produzieren. Unsere Infrastruktur ist so toll ausgebaut, dass wir beinahe überall einen Abfalleimer in Reichweite haben. Das ist das Mindeste, das wir tun können, wenn wir schon nicht auf unseren Plastikkonsum verzichten können. Kein Fingerzeigen, kein Beschuldigen von anderen. Wir alle sind verantwortlich dafür. Und wir sind es uns und unserer Natur schuldig.

Versucht es doch auch mal! Ein Plogging-Event ist nicht viel Aufwand. Man kann sich in der Natur bewegen und gleichzeitig noch etwas Gutes tun. Und zwar nicht nur für einen selbst ...

Kommentare

Irene Schlatter
vor 1 Woche 20 Stunden

Klasse Aktion!

Claudia Manetsch
vor 1 Woche 14 Stunden

Sehr gute Idee! Bewegung mit Abfallsammlung zu kombinieren.