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10 wesentliche Erkenntnisse der Glücksforschung - Und deren Bedeutung

Bevor wir starten, Glücksforschung - ja, die gibt es tatsächlich. Nun aber weiter zu den versprochenen Erkenntnissen:

1. Positives und Negatives existieren unabhängig voneinander
Das bedeutet, dass die Abwesenheit von Problemen nicht zwangsläufig zur Anwesenheit guter Dinge führt (Bradburn, 1969).
BEDEUTUNG: es reicht nicht alleine aus, deine Probleme zu lösen oder deine negativen Gefühle zu reduzieren. Du musst gleichzeitig auch etwas für deine positiven Emotionen tun, wenn du mehr willst als lediglich normal zu funktionieren.

2. Menschen können glücklicher werden
Viele Forscher waren zunächst der Meinung, dass wir an unserem Glück nichts ändern können da dies bereits in unseren Genen bzw. in unserer Persönlichkeit hinterlegt ist. Zum Glück ist dies nicht der Fall. Das beweisen zahlreiche Studien, in denen Menschen durch kleine Veränderungen ihrer Einstellungen und Gewohnheiten glücklicher wurden.
BEDEUTUNG: Unabhängig davon was dir in die Wiege gelegt wurde und wie es dir jetzt gerade geht, kannst du aktiv etwas dafür tun glücklicher zu werden.

3. Glück und Wohlbefinden hängen weniger von den äusseren Umständen ab als davon, wie wir diese Umstände interpretieren
Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Ereignisse wie z.B. welchen Job wir haben, welches Auto wir fahren, wieviel Geld wir haben etc. nicht so bedeutend sind, wie man das ursprünglich erwartet hatte.
BEDEUTUNG: auch wenn du nur über geringe Mittel verfügst und nie reich, berühmt oder von den Massen verehrt wirst, kannst du glücklich sein. Finde ich sehr beruhigend!

4. Soziale Beziehungen sind wesentlich für unser Glück
Was unterscheiden glückliche Menschen von weniger glücklichen Menschen? Was machen sie anders? Was haben sie mehr?
Die überraschende Erkenntnis war die, dass der einzige Faktor, der sehr glückliche von weniger glücklichen Menschen unterscheidet, gute soziale Beziehungen sind. Entscheidend hierbei ist: Qualität geht vor Quantität!
BEDEUTUNG: kümmere dich um deine Freunde, Partner oder Familienangehörigen!

5. Erfahrungen machen glücklicher als Besitztümer
Ein Theaterbesuch, eine Reise oder ein gutes Essen mit Freunden trägt mehr zu unserem Wohlbefinden bei als ein neuer Fernseher oder ein neues Handy. Wir haben weniger Stress im Vorhinein, profitieren stärker von der Erfahrung und werden im Nachhinein sogar oftmals noch zufriedener, als wenn wir uns etwas Neues anschaffen.
BEDEUTUNG: Wenn du dir etwas Gutes tun möchtest, investiere dein Geld häufiger in Erlebnisse und Erfahrungen als in den Erwerb von Besitztümern. Ganz abgesehen davon, dass dich das auch deutlich günstiger kommt…

6. Glückliche Menschen sind gesünder und leben länger
Schon der gute Voltaire meinte: „Ich habe beschlossen glücklich zu sein, weil es sehr förderlich für die Gesundheit ist“. Studien belegen: Glückliche Menschen haben ein besseres Immunsystem, ein geringeres Krankheitsrisiko und leben bis zu zehn Jahre länger als weniger glückliche Menschen.
BEDEUTUNG: Gerade wenn du häufiger krank wirst, z.B. alle paar Monate erkältet, solltest du dich um dein emotionales Wohlbefinden kümmern. Dein Körper zeigt dir, dass etwas nicht stimmt. Hör auf ihn und kümmere dich um dich.

7. Freude und Vergnügen sind nicht alles
Für ein erfülltes Leben brauchen wir mehr als häufig guter Laune zu sein. Positive Emotionen sind wichtig, aber nicht alles.
Wir brauchen auch das Gefühl, dass unser Leben einen Sinn hat. Wir wollen uns anderen Menschen verbunden fühlen, in einer Tätigkeit aufgehen und unsere Ziele erreichen.
BEDEUTUNG: wie bei so vielem im Leben geht es auch hier wieder um die Balance: du solltest Spass im Leben haben. Ja! Aber das höchste Wohlbefinden erreichst du, wenn du darüber hinaus auch nach Bedeutung strebst. Z.B. durch einen Job, indem du deine Talente entfalten kannst oder durch ein Hobby oder Ehrenamt, dass dir am Herzen liegt.

8. Optimisten kommen weiter
Lange hat man auf Optimisten herabgeblickt als die Leute mit der rosaroten Brille, die jeglichen Realitätssinn verloren haben. Doch dann wurde Optimismus wissenschaftlich erforscht und siehe da: die unterschiedliche Denkweise der Optimisten führt dazu, dass sie zufriedener, gesünder und erfolgreicher sind. Sie haben einen höheren Selbstwert, sind deutlich widerstandsfähiger gegen eine Reihe psychischer Störungen und erholen sich schneller von Schicksalsschlägen als ihre pessimistischen Zeitgenossen.
BEDEUTUNG: eine optimistische Sichtweise macht dein Leben reicher. Und das Schönste daran ist: sie ist erlernbar. Und zwar, indem du auf deine Gedanken achtest und alternative Erklärungsmöglichkeiten suchst.

9. Glück ist ansteckend
Genau wie Lachen ist auch Glück hochansteckend. Warum das so ist, ist noch nicht abschliessend geklärt. Vielleicht liegt es daran, dass glückliche Menschen in der Regel freundlicher und hilfsbereiter sind. Vielleicht hat es aber auch mit Imitationseffekten zu tun. Bisher gilt: Glück kann sich über bis zu drei Ecken übertragen. Du profitierst also auch noch davon, wenn ein Freund deines Freundes deiner Schwester glücklich ist.
BEDEUTUNG: Umgib dich mit glücklichen Menschen, dann steigt auch deine Wahrscheinlichkeit glücklicher zu werden.

10. Positive Emotionen erweitern unser Verhaltens- und Gedankenrepertoire
Diese bedeutende Erkenntnis haben wir einer der größten Koryphäen auf dem Gebiet der Positiven Psychologie zu verdanken: Barbara Fredrickson. In Jahrzehntelangen Studien konnte sie feststellen, dass positive Emotionen dafür sorgen, dass wir das größere Ganze sehen, kreativer und mental flexibler werden. Zudem bauen wir neue Ressourcen auf, wenn immer wir uns gut fühlen. So wie Kinder beim Spielen ihre motorischen, sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten trainieren, entwickeln wir auch als Erwachsene noch fortlaufend neue Fähigkeiten, wenn wir positiver Stimmung sind.
BEDEUTUNG: Wer den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, sollte mal einen Blick auf seine Emotionen werfen. Negative Emotionen schränken das Denken ein. Positive erweitern es.