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Blumen und Früchte fürs Wohlbefinden

Die Teams "Flower Power" (Blumen) und "Mango" (Früchte) der Heimschule Kloster Wald wurden vom "We Act for Impact"-Virus angesteckt. Hier teilen sie ihre begeisterten Ideen und Team-Erlebnisse.

 

Sibylle Sauder-Stark, Team: Flower Power

Was ist nur alles möglich…

Dienstanordnungen, Verpflichtungen und natürlich die tätigkeitsspezifischen Aufgaben– jeder kennt sie und befolgt sie, erledigt sie, meistens jedenfalls. Sie ordnen, regeln und strukturieren unsere Arbeit und somit auch unseren Alltag. Sie bieten einen verlässlichen Rahmen und setzen Maßstäbe an die Erwartungen der Kunden, Kollegen und Abteilungsleiter. Was viele vermissen, ist der Funke der Begeisterung.

Durch die Challenge werden Anreize gesetzt, auf spielerische Art in Wettbewerb zu treten und da es keine Verpflichtung, sondern eben freiwillig geschieht hat man auch noch Spaß dabei. Dass es bei dem Wettbewerb um sinnvolle Aufgaben geht, motiviert natürlich zusätzlich. Man lernt seine Kollegen besser und teilweise auch von einer anderen Seite kennen. Es findet viel mehr Kommunikation statt, natürlich nimmt man auch etwas „Arbeit“ mit nach Hause. Aber ich bin mir sicher, dass sich dieser Einsatz lohnt. Nach dieser Challenge kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir haben einmal das Mögliche erlebt – wegducken geht nicht mehr.

Die Frage für die Abteilungsleiter könnte ja nun sein, welche Anreize fehlen, um von den Angestellten Höchstleistungen zu erhalten. Das Einfachste wären sicher Bonuszahlungen - im sozialen Bereich schon mal schwer vorstellbar.

Für mich als Teil eines Teams reicht der Anreiz „Wohlfühlklima“ – Kollegialität und ein gutes Verhältnis aller untereinander völlig aus.

Also könnten vielleicht manche Aktionen mit dem nötigen spielerischen Freiraum in Gang kommen, wenn die Kommunikation, die Kollegialität dadurch gestärkt wird. Einfach mal machen- und sich dran freuen. Ein positives Feedback tut gut- kann aber nicht immer erwartet werden. Die Anerkennung wächst in uns selbst und das gute Gefühl.

Foto: Karten für positives Feedback an andere Mitarbeitende

 

Beatrix Mayer, Team: Flower Power

Ich bin erstaunt, welch positive Auswirkung das ganze Unterfangen "we act for impact" auf das gesamte Team hat. Zu Beginn waren manche etwas zögernd mit ihrer Begeisterung....zwei Kolleginnen ist es jedoch gelungen die anderen zum Mitmachen zu motivieren und inzwischen befinden sich alle im totalen "we act for impact - Hype". Besonders was die Kommunikation und den Austausch per Whatsapp oder per Teamchat, auch außerhalb der Arbeitszeit, anbetrifft, ist diese wesentlich intensiver als zuvor.

Auch gemeinsame "Events" wie gemeinsames vegetarisches Essen oder sonstige gemeinsame Aktionen finden vermehrt statt. Sogar der Sport kommt nicht zu kurz. denn es steht auch ein sportliches Team Event auf dem Programm. Ferner achten nun auch mehrere Kollegimnnen gemeinsam auf einen achtsamen Umgang mit Strom und Energie am Arbeitsplatz und erinnern sich gegebenenfalls gegenseitig die elektrischen Geräte sowie auch die Lichter auszuschalten.

Außerordentlich positiv ist vor allem die Tatsache, dass zu beobachten ist, dass sich die Kolleginnen darüber austauschen, welche Eigenschaften und Handlungsweisen sie an ihren Mitarbeiterinnen wertschätzen, so dass dadurch ein angenehmes Gefühl bei den Einzelnen und somit eine positive Gesamtatmosphäre entsteht. Dies trägt zweifellos zur vermehrten Freude und zu energiegeladenem Einsatz bei der Arbeit bei. Zu hoffen bleibt, dass das "Wir - Gefühl" des Kollegiums auch nach Beendigung der Aktion "we act for impact" erhalten bleibt

Foto: Flowerpower-Armnänder stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl

 

Ulrich Schneider, Team: Mango 

Woche 1: Schlaf

Schlafen: Dieses Stichwort ist mir in der ersten Woche der Aktion gleich zweimal begegnet: zum einen beim Stresstest der Aktion StressNoStress, zum anderen als Ziel, einmal wieder 7 bis 8 Stunden zu schlafen und mit mehr Energie den Tag zu gestalten.

Schlafen: Man könnte denken, das sei doch eine einfache Sache, ist es aber offenbar nicht. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen (ich schlafe fast immer zu wenig!).
Und ich habe wieder an ein Buch des Philosophen Michael Bordt gedacht, das ich gerne den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von We act empfehlen möchte, es heißt: "Was in Krisen zählt" (München 2009). Es ist ein kleines, gut lesbares Buch. Nach interessanten Vorüberlegungen stellt er eine Prioritätenliste für den Umgang mit Krisen auf, und an erster Stelle steht...: der SCHLAF!
Und hier die ganze Liste dessen, auf was es in Krisen ankommt: 
1. Genügend Schlaf 
2. Die Sorge für den Körper: Essen, Sport, ...
3. Meditation, Gebet, Achtsamkeit 
4. Ordnung in den Beziehungen
5. Die (Berufs-) Arbeit
In dieser Reihenfolge! 
Und am wichtigsten: der SCHLAF!

Ich kann diese Liste nur wärmsten empfehlen. Die Arbeit kann demnach nur erfolgreich sein, wenn die anderen Faktoren stimmen!!

 

Woche 2: Zur Arbeit mit Bio-Erdgas

Unsere Schule liegt 25 km von unserem Wohnort entfernt, d.h. mit dem Fahrrad ist es wirklich zu weit ( zumindest für untrainierte Radler!). Eine Busverbindung besteht zwar, aber es gibt nur wenige Verbindungen, und am späten Nachmittag hört es ganz auf. Also bleibt nur das Auto oder (im Sommer) das Motorrad. 

Im letzten Jahr sind meine Frau und ich oft getrennt gefahren, wenn es zeitlich nicht ganz gepasst hat. In diesem Jahr fahren wir meistens zusammen und nehmen uns entsprechend Arbeit mit, oft steht dann auch einer früher auf und fährt schon mit dem anderen mit.

Wir fahren inzwischen schon das zweite Auto mit Erdgas-Antrieb: CNG: compressed natural gas /metano, nicht zu verwechseln mit Autogas (LPG: liquid petrol gas). Erdgas ist abgasärmer als Benzin und Diesel, außerdem kostengünstiger. Je nach Gasversorger ist dem Erdgas auch noch Biogas aus Biogasanlagen beigemischt. Wir haben das Glück, dass unser Gasversorger nun 100 % Biogas liefert, d.h. wir fahren klimaneutral, da die Pflanzen zuvor Sauerstoff erzeugt haben. Ich kann Erdgasfahrzeuge nur empfehlen; das Tankstellennetz ist inzwischen sehr gut, und in Ländern, wo es keine Erdgastankstellen gibt, kann man auch mit Benzin fahren: eine Benzintank für knapp 200 km ist an Bord! Und mit einem Knopfdruck kann man von Gas auf Benzin umschalten.

 

Viola Rößler, Team: Mango

Woche 2

Die Aktion Weact for impact hat etwas Wunderbares ausgelöst. Das gesamte Team "arbeitet"mit und ist förmlich im Punktefieber.Genau zur richtigen Zeit, die Konzentration mal auf andere wichtige Aspekte lenken.Es gibt viele Aktionen, welche wir eigentlich im täglichen Leben verwirklichen. Aber durch diese Aktion wird der Blick einfach kritischer darauf.

Selbstverständlichkeiten nehmen wir als gegeben hin, wenn wir wissen, dass wir damit etwas Gutes bewirken, macht es doch noch Freude dazu.Wir machen jetzt Dinge, die wir schon immer tun wollten, aber es fehlte der Anstoß. Auch wenn nicht alle Aktionen nachhaltig sein werden,so ist es schon ein Erfolg, dass sie es in der Aktionsphase waren.Ab und zu werden wir uns aber immer erinnern.Von einer Sache werden wir sicher nachhaltig zehren: geht es um kollektive Arbeit/ Aktionen, dann steht das ganze Team dahinter. Morgens der erste Gang nach dem Aufstehen, schauen wie ist die Lage. Was kann ich heute Gutes tun?

Der Spass kommt natürlich auch nicht zu kurz. Der Sport natürlich auch.So hat jeder etwas ganz bewußt etwas für seine Gesundheit getan, die Voraussetzung, dass wir überhaupt We act starten können.Man lernt Kollegen auch mal von einer anderen Seite kennen. Was gibt es für gutes , gesundes Essen? Es gab aber auch Aktionen, welche wir nicht alle durchführen konnten.zB.die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen.Da haben wir einfach nicht die richtigen "Arbeitszeiten"Kollegen helfen sich im Team untereinander, nehmen sich auch Zeit für einen Austausch.Solche Aktionen sollten in regelmäßigen Abständen stattfinden, weil sie frischen Wind in den Alltag bringen.So haben auch mal diejenigen eine Chance, die sich eher im Hintergrund halten.Was auch ein guter Aspekt ist, dass wir länderübergreifend in den Wettkampf getreten sind.Nun haben wir bis nächste Woche  die Möglichkeit Gutes zu tun - auch ein guter Jahresausklang!

Ich wünsche allen Teilnehmern eine schöne nachhaltige Zeit immer mit dem Blick, was kann ich Gutes tun, es kommt viel zutrück.

 

Woche 3

An alle we act -Teilnehmer, letzte Woche bin ich vor lauter Aktivitäten nicht dazu gekommmen, mein Feedback zu schreiben.
Heute habe ich mir einige Ziele genauer angeschaut um zu sehen, ob ich auch "fast"alles umgesetzt habe bzw mein Team. 
Regelmäßig treffen wir uns (täglich) um Feedback zu geben. Es ist schön zu hören, welche Überlegungen einige anstellen, damit auch sie
diese Ziele erreichen können.Man wird auch kreativ dabei und legt sich natürlich ins Zeug. So sieht man, dass noch einige Reserven in uns schlummern. Aber wir merken, wir werden täglich besser, nur schade dass die Aktion am Wochenende ausläuft.Jetzt, wo wir uns "eingearbeitet" haben. Aber wie sagt man, wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören. Unserem Team hat es auf jeden Fall gut getan, wir haben unsere Kompetenzen ausgeschöpft. In vielen Dingen sind wir aber auch bestätigt worden.Wir, in unserem Internat ,sind auf Teamqualitäten immer angewiesen.
Das Zusammenleben ist der größte Bestandteil unserer Arbeit.Was ich noch nicht erwähnte, ist dass diese Aktion sich auch auf unsere Mitbewohner auswirkt., also auf die Mädchen. Wir sind ein reines Mädchen-gymnasium.Unseren Mädchen wollen wir in allen Dingen Vorbild sein, so ist auch immer wieder das Thema Nachhaltigkeit ein Gesprächsstoff.Vielleicht gelingt es uns, Mitmenschen aus unserer Umgebung zu sensibilisieren, dann ist unsere Arbeit / Aktion auch nachhaltig.
Abschließend möchte ich noch bemerken: Jeder kan sich so refektieren, eine wichtige Voraussetzung sich weiter zu entwickeln.

 

Dorothea Mangold, Team: Mango

Seit zwei Wochen sind wir mit zwei Teams bei We act dabei. Beide Teams haben viel Spass miteinander und gegeneinander. Wir lernen und üben Dinge, die uns selbst gut tun und die unserer Umwelt gut tun.  Manche der Übungen oder Aktionen machen wir schon lange - ganz selbstverständlich – auch das zu sehen und wahrzunehmen tut gut. Manche Aktionen  können wir schlichtweg gar  nicht machen wie z.B. das Auto stehen lassen, weil wir in einer Region wohnen, in der es einfach keinen öffentlichen Nahverkehr gibt, der auch nur annähernd mit unseren Dienstzeiten in Einklang zu bringen wäre. Dafür können wir aber ausgedehnte Spaziergänge, in einer wunderbaren Natur, direkt von der Haustür aus machen. Insofern helfen diese Aktionen auch zu einer sensibleren Wahrnehmung unseres Lebensraums.

Wir haben unter anderem an der Aktion teilgenommen, weil wir sehen wollten, ob We act als Programm für unsere Schule geeignet wäre. Ob sich junge Menschen dadurch ansprechen und gewinnen lassen. Ob  es über diesen Zugang gelingen kann, sie - ohne die ewig gleichen öden Ermahnungen- zu einem bewussteren Umgang mit der Natur, der Umwelt, mit sich Selbst und  im sozialen Miteinander anzuregen. Und ich bin sicher, dass das in dieser spielerischen Weise und mit diesen Kommunikationsmitteln sehr gut gelingen kann. Nun sind die aktuellen Aktionen in diesen drei Wochen auf uns Erwachsene abgestimmt, aber ein angepasstes Programm wäre eine tolle Möglichkeit, Kinder und Jugendliche an diese Themen heranzuführen und sie zum mit machen zu gewinnen.

Es  würde mich freuen, wenn Ihr so etwas entwickeln könnt.

 

Martina Helmich, Team: Mango 

Ich bin froh, glücklich und stolz ein Teil von Team Mango zu sein. Einige Kolleginnen und Kollegen starteten voller Euphorie, andere gingen es gemächlich an. Aber egal wie groß der Elan war, alle waren gewillt, ihr Bestes zu geben. Es tat der Arbeitsatmosphäre gut, Kollegen von einer anderen Seite kennen und achten zu lernen. Gegenseitige Motivationen, gute Ideen und vor allem der Spaß an der Sache brachten uns Punkt für Punkt weiter nach vorn. Viele Ideen reiften in gemeinsamen Treffen, zu einem Event.

Wir haben gemerkt wie kreativ,witzig, fordernd und wertschätzend jeder Einzelne ist. Einige der Ziele setzen wir schon unbewusst im Alltag so um. Aber durch die Aktionen werden sie uns noch einmal ins Gedächtnis gerufen und die Erkenntnis geprägt, ich tue Gutes für mich und die Nachhaltigkeit. Wir werden in Zukunft nicht einfach zur Tagesordnung übergehen können. Wir müssen diesen Teamgeist, das Zusammenhalten, das gegenseitige Auffangen mit in unsere weitere gemeinsame Arbeit nehmen. Nur gemeinsam sind wir stark und jedes Team ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied und dieses gilt es zu stärken. Das ist möglich durch positives Feedback, durch Miteinander, durch Zuhören und Lösungen finden. Meine wichtigste Erkenntnis - ich fühle mich verstanden und aufgehoben in meinem Team. Das gibt mir die Möglichkeit motiviert meine Arbeit zu verrichten und auch anderen Kolleginnen eine Stütze zu sein. Positive Kritik bringt uns alle voran und sorgt für ein gutes Arbeitsklima. Nur dann ist man auch bereit, wenn es nötig ist, mehr als 100% zu geben.

Vielen Dank an das WeAct Team für diese Aktion und die Sensibilisierung für einige wichtige Themen unserer Zeit. Enden möchte ich mit einem Zitat von Immanuel Kant: " Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht zu den vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen."
Somit schließt sich hier wieder der Kreis.
 

Comments

Silke Schenk
4 years 6 months ago

Auch ich bin völlig platt was alles möglich sein kann, wenn man nur einen kleinen Anreiz schafft. Unser Team und das "Rivalenteam" Mango treten in einem faieren Wettstreit gegeneinander an und es ist fantastisch zu sehen, wieviele gute Ideen zustande kommen. Und was wir die letzten Wochen gemeinsam lachen!! Das tut so gut. Der oft graue Alltag schillert momentan in allen Regenbogen Farben. Es macht Spass zur Arbeit zu kommen und zu schauen, welch neue Idee umgesetzt wird. Unsere Chefin strahlt und motiviert uns. Nichts ist mehr wie es mal war. Die Schwere des Alltags ist zu einer unglaublichen Leichtigkeit geworden. Ich bin stolz auf euch Mädels!!