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1. Woche - We act for impact: Erfahrungen und Erkenntnisse

Obwohl ich schon gesundheitsbewusst denke und handle, war es dennoch erstaunlich, wie 1 Woche dieser Aktion das Denken und Handeln beinflussen kann. Normalerweise bin ich im Supermarkt schneller unterwegs, habe meist schon einen Plan, was ich kochen will (...natürlich etwas, worauf man Lust hat, frisch und gesund sollte es auch noch sein) und habe meine Einkäufe recht zügig erledigt. Letzte Woche jedoch habe ich fest gestellt, dass ich bei der Auswahl meiner Lebensmittel mehr nachdenke, ich habe sogar das Kleingedruckte auf diversen Verpackungen gelesen. Ich brauchte schliesslich Lebensmittel für das "Tellermodell" und ausserdem auch viele Früchte und viel Gemüse für das "Five-a-day-Modell". Bei meinem Studium im Supermarkt habe ich folgende Erkenntnis gewonnen: "gefühlte" 50 % des Sortiments braucht kein Mensch: zu viel Zucker, zu viel Fett, Aromastoffe, E-Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Verdickungsmittel, Fruchtjoghurt enthält keine Früchte und das Fruchtfleisch im Orangensaft darf auch mal aus Cellulose sein etc. Allein schon die angepriesenen "gesunden Müslis" sind wahre Zuckerbomben. Noch erschreckender war für mich, dass es bei einigen Marken von Tiefkühlgemüse noch einen Zuckerzusatz gab. Und der Zuckeranteil war nicht zu knapp.
Was hat denn zugesetzter Zucker im Tiefkühlgemüse verloren? Kein Wunder, dass alle Kinder sagen, sie bevorzugen den Spinat von I..... und nicht den von anderen Firmen.
Ich finde, dass hier Verbraucher hinters Licht geführt werden und täglich mehr versteckten Zucker konsumieren, als ihnen lieb ist. Früher galt Diabetes Typ 2 noch als sogenannter "Altersdiabetes". Durch die vermehrt kohlehydrat- und zuckerreiche Ernährung hat sich das Bild total gewandelt: in den letzten Jahren ist die Zahl der dreissigjährigen Typ-2-Diabetiker um 70 Prozent gestiegen. Darüber hinaus gehen neuerdings immer mehr Kinder mit dem so genannten Altersdiabetes durchs Leben.
Aber wieso denn umdenken? Es gibt doch Medikamente gegen Diabetes. Die Zuckerindustrie hat scheinbar die grössere Lobby als das Gesundheitswesen. Und ein wichtiger Tipp für die Krankenkassen: die Ursachen für die steigenden Kosten im Gesundheitswesen liegen in Supermarktregalen. Dort gibt es Produkte, die den Untertitel "Körperverletzung" tragen könnten. Vielleicht wäre es sinnvoll, dort einmal mit der Aufklärung anzusetzen? Bis dahin gilt für alle Verbraucher: Lest das Kleingedruckte auf der Verpackung!

Comments

Evelyn Maurer
3 years 8 months ago

Guter Blog, wir Konsumenten werden leider zum Teil ziemlich "verarscht", darum ist es wichtig das Produkt jeweils unter die Lupe zu nehmen und auf deren Inhalt zu achten.

Janine Zingg
3 years 8 months ago

Super, dass die Challenge so zum Nachdenken anregt! :-) Wenn man sich mal darauf achtet, was Produkte tatsächlich beinhalten, ist es manchmal ziemlich erschreckend zu sehen was man alles unbewusst konsumiert. Wie Larissa Kaelin in ihrer Idee (https://www.weactforimpact.ch/de/node/2405) bereits vorgeschlagen hat, kann "Clean Eating" die Produktunsicherheit nehmen und bewussteres Essen fördern.
Janine von WeAct