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Teambuilding: Ein Erfahrungsbericht & Ideen für den Alltag

Kurz vor meinem Praktikumsstart bei WeAct überlegte ich, was wohl auf mich in den kommenden Monaten zukommen wird. Ich freute mich auf meine neue Arbeit und neue Erfahrungen – am meisten jedoch freute ich mich auf das Team. Ein tolles Team und der dazugehörige Teamgeist sind für mich das Wichtigste, um mich bei der Arbeit wohlzufühlen und glücklich zu sein.

Warum ist Teambuilding relevant?

Für den Betrieb bedeutet ein gut eingespieltes Team mehr Produktivität durch eine verbesserte Kommunikation und weniger Konflikte. Aus der Sicht der Mitarbeiter führt Teambuilding zu mehr Motivation und tolle Freundschaften können entstehen – also eine Win-Win Situation.

Wann braucht es Teambuilding überhaupt? Nur wenn ein Team komplett neu zusammengestellt wird? Nein. Teambuilding gehört dazu, wenn neue Mitarbeiter dazukommen, wie in meinem Fall, aber auch für bestehende Teams ist es wichtig den Zusammenhalt regelmässig zu fördern.

Ein wenig Theorie: Wie geht Teambuilding?

Die Relevanz von Teambuilding erkannte auch Bruce Tuckman, ein US-amerikanischer Psychologe, der 1965 ein Phasenmodell für die verschiedenen Stufen des Teambuildings entwickelte. Tuckman unterscheidet zwischen vier Phasen:

  1. Forming (Einstiegsphase: die Teammitglieder lernen sich erst kennen und vieles ist noch unklar)
  2. Storming (Konfliktphase: die Teammitglieder sind sich uneinig und es kommt zu Konflikten)
  3. Norming (Organisationsphase: die Teammitglieder haben ihre Rolle in der Gruppe gefunden und es ist harmonischer)
  4. Performing (Kooperationsphase: die Teammitglieder arbeiten zusammen an einem gemeinsamen Ziel)

Diese Phasen durchlaufen gemäss der Theorie alle Teams, bevor Sie richtig produktiv werden können. Doch wie stellt man sicher, dass ein Team möglichst schnell in die „Performing“ Phase kommt und auch dort bleibt, wenn neue Teammitglieder dazu kommen? Ich versuche dies anhand meiner eigenen Erfahrungen zu beschreiben und Ideen zu liefern für erfolgreiches Teambuilding.

Wie geht Teambuilding?

Beim Teambuilding ist es einerseits wichtig, dass sich die Personen auf professioneller Ebene kennenlernen und wissen was die Rollen, Kompetenzen und Erwartungen der anderen Teammitglieder sind. Andererseits ist auch das Kennenlernen auf persönlicher Ebene entscheidend um sich im Team wirklich wohlzufühlen.

Bei WeAct erlebe ich immer wieder tolle Aktionen, die unser Teamgefühl stärken und uns näher zusammenbringen. Die verschiedenen Arten von Teambuilding habe ich im Folgenden kategorisiert und gebe konkrete Beispiele dazu:

1. Teambuilding als Event

Manchmal gibt es spezielle, im Voraus geplante Ereignisse die bewusst zum Teambuilding beitragen sollen. Ein solcher Event ist z.B. eine Teamausflug oder ein gemeinsames Abendessen. Der Ausflug kann mit Arbeit, Geniessen und Entspannung kombiniert werden. Bei WeAct wird jeweils im Sommer ein ein- oder mehrtägiger Ausflug organisiert. Dieses Jahr gab es ein wöchentliches Arbeits-Retreat im Tessin, wo das gemeinsame Kochen und Abendaktivitäten wie Sport und ein Boot-Ausflug das Team zusammenschweisste. 

Auch kleinere und spontanere „Events“ tragen zur positiven Stimmung bei. Jetzt im Sommer zum Beispiel gehen wir oft über Mittag oder nach Feierabend gemeinsam schwimmen, wir feiern gemeinsam Geburtstage und gehen gemeinsam aus. So habe ich in relativ kurzer Zeit viel über meine Teamkollegen herausgefunden und fühlte mich nicht als die Neue, sondern Teil der Gruppe. 

Oder wie wäre es mit einem fixen Tag in der Woche wo man gemeinsam Zmorge isst oder nach Feierabend in eine Stammbar was trinken geht? So kann man sich dieses Zeitfenster immer frei behalten und kann sich immer auf einen lustigen Abend mit dem Team freuen.

 

2. Teambuilding während der Arbeit

Andere Teambuilding-Methoden lassen sich direkt bei der Arbeit umsetzen. Bei WeAct gehört dazu das Daily Meeting: Jeden Morgen trifft sich das ganze Team - manchmal via Webkonferenz - und erzählt was es Neues gibt und was für den heutigen Tag ansteht. So startet man gemeinsam in den Tag und es ist viel mehr als nur ein tägliches «Morge».

Ein weiteres Beispiel sind die „Weekly Energy Lines“. Dabei wird das persönliche Energielevel für die vergangene Woche zwischen 1 und 10 eingestuft. Ebenso lässt jedes Teammitglied die Woche Revue passieren und erzählt von den „Highlights“ und Niederlagen. So kann jeder vom Team nachvollziehen, was den Teamkollegen diese Woche beschäftigt hat, sich am Erfolg freuen und für Probleme gemeinsam Lösungen suchen.

3. Teambuilding als Teil der Firmenkultur

Im besten Fall sind teamfördernde Aktivitäten fest in der Firmenkultur verankert. So isst das WeAct Team zum Beispiel fast jeden Tag gemeinsam zu Mittag. Dieser feste Ankerpunkt stellt sicher, dass niemand alleine Essen muss und dass sich jeder eine Pause gönnt um den Kopf zu lüften und sich mit den Kollegen auszutauschen.

Neben Aktivitäten im ganzen Team haben sich bei uns auch ein „Peer2Peer“ Format etabliert. Dabei verabreden sich jeweils zwei Teammitglieder für gemeinsame Aktivität, z.B. gemeinsamer Sport oder Kochen. Die „Paare“ werden dabei jeden Monat neu gemischt, so dass jeder pro Monat einen neuen Peer2Peer Partner bekommt.

Ebenfalls kann man Teammitgliedern an ihrem Geburtstag eine kleine Freude machen. Das Geschenk muss weder teuer noch aufwändig sein. Ein selbstgemachter Kuchen oder ein gerahmtes Teamfoto bringen bereits den erwünschten Effekt der Wertschätzung. Ich selbst habe mich bei meinem ersten Arbeitstag, der gleichzeitig mein Geburtstag war, sehr über eine kleine Chili-Pflanze zur Begrüssung gefreut.

Teambuilding in den Alltag integrieren

Wie man sieht, habe ich in kurzer Zeit einiges über Teambuilding gelernt. Da ich mich im Team wohlfühle, bereitet mir die Arbeit mehr Freude und ich bin motivierter, was auch dem Unternehmen zu Gute kommt. Gemeinsam ist man einfach stärker und feiert mehr Erfolge. Ausserdem ist Teambuilding sehr einfach umsetzbar. Man kann mit einer kleinen Änderung beginnen und dann schrittweise neue Aktionen und Konzepte einbringen.

Da Teamgeist bei WeAct grossgeschrieben wird, haben wir ein Konzept entwickelt, dass sich genau diesem Thema widmet und in jedem Unternehmen umsetzbar ist. Die schweizweite „We Act Challenge“ findet diesen September zum dritten Mal statt und dient nicht nur dazu Mitarbeitende für einen umwelt- und gesundheitsbewussten Lebensstil zu sensibilisieren, sondern trägt durch die gemeinsamen Aktivitäten auch positiv zum Teambuilding und Arbeitsklima bei. 

Also schnappt euch eure Kollegen, meldet euch an und verbindet Nachhaltigkeit mit Teamgeist im Büro und seid dabei bei der We Act Challenge 2017!

Über die Autorin

Tamara Cvetkovic studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaften im Bachelor an der Universität Zürich. Zurzeit absolviert sie ein Sommerpraktikum bei WeAct. Sie ist für die Projektmitarbeit an der We Act Challenge 2017 und für Social Media zuständig. Da Tamara vor kurzem neu ins Team dazugestossen ist, schildert Sie aus eigener Erfahrung, wie Teambuilding im Alltag funktionieren kann.